Vergrößerung eines Hybridrasters auf einer Flexodruckplatte
(Quelle Peret)
Die Verbreitung der Flat-Top-Technologie in der Flexodruckplatten-Herstellung stellt Anwender vor neue messtechnische Herausforderungen. Da der kleinstmögliche druckbare Rasterpunkt auf Flexodruckplatten häufig bei 20 µm oder darüber liegt, stoßen feine Rasterverläufe in Richtung 0 % physikalisch an ihre Grenzen. Um dennoch sehr feine Tonwertverläufe darzustellen, kommt im Flexodruck zunehmend die hybride Rasterung zum Einsatz.
Während sich der Punktflächenanteil bei konventionellen amplitudenmodulierten Rastern (AM) eindeutig bestimmen lässt – als Verhältnis der Punktfläche zur gleichmäßig definierten Rasterzelle, festgelegt durch die Rasterweite in LPI –, ist die Situation bei hybriden Rastern deutlich komplexer. Hier geht das AM-Raster schrittweise in ein frequenzmoduliertes Raster (FM) über. Jeder einzelne Rasterpunkt ist dabei einer eigenen, meist geometrisch unregelmäßigen Rasterzelle mit individueller Größe zugeordnet. Eine pauschale Berechnung des Punktflächenanteils ist unter diesen Bedingungen nicht mehr möglich; vielmehr muss für jeden Punkt die zugehörige Zelle individuell ermittelt und vermessen werden.
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Diese Problematik wurde in der aktuellen Version der Software des Messgeräts Flex4Pro des Südtiroler Unternehmens Peret aufgegriffen. Die Weiterentwicklung zielt darauf ab, die Analyse und Kontrolle von Rasterverläufen bis nahe 0 % auch bei hybrider Rasterung systematisch zu ermöglichen. Damit wird ein zentraler Aspekt der Qualitätskontrolle in der Flexodruckplatten-Produktion adressiert, der bislang mit erheblichem Aufwand verbunden war.