Digtitaldruck und Digitallisierung

90 Jahre Durst – von Präzision zu Industrial Intelligence

90 Jahre Durst – von Präzision zu Industrial Intelligence
Aus einer Fotowerkstatt entstand in 90 Jahren ein weltweit tätiger Hersteller industrieller Digitaldrucksysteme (Quelle: Durst)

Aus einer kleinen Fotowerkstatt in Südtirol ist innerhalb von neun Jahrzehnten ein global tätiger Technologiekonzern entstanden. Die Durst Group blickt im Jahr 2026 auf ihre 90-jährige Unternehmensgeschichte zurück und verbindet das Jubiläum mit der Vorstellung einer neuen technologischen Entwicklungsstufe für industrielle Produktionssysteme.

Die Ursprünge des Unternehmens reichen in das Jahr 1936 zurück, als zwei Brüder in einer Werkstatt im südtiroler Brixen den Grundstein für das spätere Unternehmen legten. Aus dem ursprünglichen Fokus auf fotografische Technik entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte ein Anbieter industrieller Digitaldruck- und Fertigungssysteme mit weltweiter Präsenz. Das familiengeführte Unternehmen setzt dabei traditionell auf eine hohe Entwicklungstiefe, präzisionsorientierte Ingenieursarbeit sowie eine langfristig ausgerichtete Unternehmensstrategie.

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Vom Maschinenbauer zum Systemanbieter

Im Verlauf der Unternehmensentwicklung wandelte sich das Portfolio von einzelnen Maschinen hin zu integrierten Produktionssystemen. Neben Hardware umfasst das Angebot heute auch Softwarelösungen, Datenmanagement und Services, die gemeinsam digitale Produktionsprozesse steuern. Dieser Ansatz folgt dem Trend der industriellen Digitalisierung, bei dem Fertigungsanlagen zunehmend vernetzt, automatisiert und datengetrieben betrieben werden.

Kyveris als nächste technologische Entwicklungsstufe

Im Rahmen des Jubiläums kündigte das Unternehmen eine neue Technologieplattform mit dem Namen Kyveris an. Sie soll digitale Druck- und additive Fertigungsprozesse durch den Einsatz künstlicher Intelligenz stärker integrieren. Ziel ist es, Produktionsdaten, Maschinensteuerung, Software und Prozessinformationen in einem lernenden System zusammenzuführen, das Effizienz steigert, Ausschuss reduziert und Produktionsabläufe optimiert.

Nach Angaben des Unternehmens basiert die Entwicklung auf jahrzehntelanger Erfahrung mit industriellen Drucksystemen. Daten aus weltweit installierten Anlagen bilden dabei die Grundlage für Analyse- und Optimierungsmodelle, die in die Plattform integriert werden. Durch diese Verbindung von Datenarchitektur, Automatisierung und KI sollen Produktionsumgebungen entstehen, die zunehmend autonom arbeiten.

Das langfristige Ziel sieht das Unternehmen in hochautomatisierten Produktionsanlagen, die weitgehend ohne manuelle Eingriffe betrieben werden können. In der Industrie wird dieses Konzept häufig als „Lights-Out-Factory“ bezeichnet – eine Fertigungsumgebung, in der Maschinen auch ohne permanente menschliche Präsenz betrieben werden.

Ein erstes öffentliches Technologie-Showcase plant das Unternehmen auf der FESPA Global Print Expo 2026 sowie beim unternehmenseigenen Durst Next Technology Festival.

Christoph Gamper, CEO und Miteigentümer der Durst Group, ordnet die Entwicklung ein: „Durst war nie Verwalter des Status quo – wir waren immer Gestalter des nächsten Standards. Nach 90 Jahren Präzisionsingenieurskunst gehen wir den nächsten logischen Schritt: Produktionsintelligenz für digitalen Druck und additive Fertigung.“

Weitere technische Details zur Plattform, darunter Aspekte der Datenarchitektur, KI-Integration und Automatisierung, will das Unternehmen in den kommenden Monaten veröffentlichen.

Mit dem Jubiläum verbindet die Durst Group damit sowohl den Rückblick auf neun Jahrzehnte Unternehmensgeschichte als auch die strategische Ausrichtung auf datengetriebene, vernetzte Produktionssysteme der nächsten Generation.

Über die Durst Group

Die Durst Group ist ein international tätiger Hersteller industrieller Digitaldruck- und Produktionstechnologien. Das 1936 gegründete, familiengeführte Unternehmen mit Hauptsitz in Brixen entwickelt integrierte Lösungen aus Hardware, Software, Tinten und Services für industrielle Anwendungen. Einsatzfelder reichen von Grafik, Etiketten und Verpackung über Textil- und Keramikdruck bis hin zu Wellpappe und weiteren spezialisierten Produktionssegmenten. Der strategische Fokus liegt auf Digitalisierung, Automatisierung und der Integration datenbasierter Produktionssysteme.

 

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