Jetzt erschienen! Die neue Ausgabe von "VerpackungsDruck & Converting" mit dem neuen Special "Wellpappe, Faltschachteln & Papier"
Mehr als ein Ausweg
von Ansgar Wessendorf,
Jetzt erschienen! Die aktuelle VerpackungsDruck & Converting 1-2026 (Februar-Ausgabe)
Der Strukturwandel im Druckmarkt ist seit Jahren spürbar – selten war er jedoch so chancenreich wie heute. Während der klassische Akzidenzdruck unter großem wirtschaftlichen Druck steht, entdecken immer mehr Betriebe den Verpackungsdruck als zweites, zunehmend unverzichtbares Standbein. Wie sich dieser Weg strategisch und technologisch gestalten lässt, zeigt auch das Interview mit Dr. David Schmedding, Vorstand Technologie und Vertrieb der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg), in dieser Ausgabe.
„Paperization“ öffnet den Verpackungsmarkt
Bernhard Niemela, Chefredakteur der Fachzeitschrift Deutscher Drucker, machte während des „Digital Printing Summit 2025“ in Dortmund darauf aufmerksam, dass es in Deutschland nach wie vor rund 2.900 Akzidenzdruckereien gibt. Ihre Zahl übersteigt die der Etiketten- und Verpackungsdruckereien, die zusammen nur auf etwa 1.000 Betriebe kommen. Dieses Potenzial trifft auf einen zentralen Trend der Verpackungsbranche: die zunehmende „Paperization“. Immer mehr Produkte, die früher aus Kunststoff oder Verbundmaterialien gefertigt wurden, werden nun auf faserbasierte Materialien umgestellt.
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Das neue Special “Wellpappe, Faltschachteln & Papier 1-2026” ist zusammen mit der Ausgabe von VerpackungsDruck & Converting 1-2026 erschienen
Verpackungsdruck als Chance
Für Akzidenzdrucker ist dieser Trend von besonderer Bedeutung. Broschüren, Kataloge, Flyer, Briefbögen oder Mailings werden traditionell auf Papier produziert – Bedruckstoffe und Verfahren, mit denen sie bestens vertraut sind. Gedruckt wird überwiegend im Bogenoffset- oder Digitaldruck, Technologien, die auch im kartonbasierten Verpackungsdruck dominieren. Der Schritt zu faserbasierten Verpackungen fällt damit vergleichsweise leicht. Zwar erfordert etwa die Produktion von Faltschachteln zusätzliches Know-how, insbesondere in der Weiterverarbeitung, technologisch baut sie jedoch auf vorhandenen Kompetenzen auf und lässt sich gut in bestehende Produktionsprozesse integrieren.
Themen und Inhalte der neuen “VerpackungsDruck & Converting 6-2025” und des neuen Special “Wellpappe, Faltschachteln & Papier 1-2026”
Einstiegshürden relativ gering
Genau hier setzt Heidelberg an. Früher lieferte das Unternehmen den Großteil seiner Maschinen in den Akzidenzdruck. Heute ist der Verpackungs- und Etikettendruck der wichtigste Wachstumstreiber und trägt mehr als die Hälfte zum Gesamtgeschäft bei.
Heidelberg versteht sich längst nicht mehr nur als Maschinenlieferant, sondern als Systemintegrator. Hybride Produktionsumgebungen, KI-gestützte Workflows und hochautomatisierte Offset-, Digital- und Flexolösungen senken die Komplexität und erleichtern den Einstieg in den Verpackungsdruck erheblich.
Verpackungsdruck ist kein radikaler Neuanfang, sondern die logische Weiterentwicklung für Akzidenzdrucker. Wer die Chancen erkennt und Technologien strategisch einsetzt, verwandelt den Wandel in nachhaltige Wachstumschancen.
Herzliche Grüße, Ihr
Ansgar Wessendorf
Chefredakteur “VerpackungsDruck & Converting” (wessendorf@ebnermedia.de)