Bei der Corona-Oberflächenbehandlung wird die Kunststofffolie durch eine Hochspannungsentladung vorbehandelt. Die dadurch erzeugten ionisierten Luftmoleküle (Plasma) erhöhen die Oberflächenenergie der Folie, sodass Farben, Lacke oder Klebstoffe besser haften
(Quelle: Vetaphone)
Der Verpackungsdruck steht heute unter hohem Druck: steigende Produktionsgeschwindigkeiten, wachsende Qualitätsanforderungen und Kostendruck prägen den Alltag in den Betrieben. In diesem Umfeld rücken Service- und Supportleistungen der Maschinen- und Anlagenhersteller zunehmend in den Fokus. Besonders bei prozessunterstützenden Technologien wie der Corona-Oberflächenbehandlung von Folien auf Extrusion-, Druck- und Kaschiermaschinen zeigt sich, dass eine kontinuierliche Wartung und Betreunng entscheidend für die Prozesssicherheit ist.
Präventive Wartung sichert stabile Prozesse
Vetaphone, Anbieter von Corona-Oberflächenbehandlungssystemen aus Dänemark, setzt auf einen ganzheitlichen Kundenservice. Neben Lieferung und Installation umfasst das Angebot strukturierte Wartungs- und Supportprogramme, die langfristig eine zuverlässige Anlagenperformance sicherstellen sollen. Häufig werden Corona-Systeme in Produktionslinien als „mitlaufende“ Komponente betrachtet. Zwar sind moderne Anlagen deutlich zuverlässiger als ihre Vorgänger, dennoch benötigen sie regelmäßige Wartung, um Leistungseinbußen oder ungeplante Stillstände zu vermeiden.
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In einem Umfeld, in dem hochautomatisierte und kostenintensive Systeme wirtschaftlich ausgelastet werden müssen, sind präventive Wartungskonzepte ein zentraler Erfolgsfaktor. Vetaphone bietet dafür sogenannte Preventative-Maintenance-Verträge an. Sie bieten planbare Kosten, vergünstigte Ersatzteile sowie technischen Support vor Ort oder per Fernzugriff. Ergänzt wird das Angebot durch regelmäßige Serviceeinsätze, die von geschultem Fachpersonal organisiert und durchgeführt werden.
Flexible Konzepte für unterschiedliche Anwender
Die Anforderungen der Anwender sind unterschiedlich: Manche Betriebe verfügen über eigene Instandhaltungsteams, andere benötigen externe Unterstützung. Auch die Anzahl der Anlagen und das vorhandene technische Wissen variieren stark. Entsprechend sind die Serviceverträge modular aufgebaut und können an unterschiedliche Nutzungsszenarien angepasst werden – von grundlegender Unterstützung bis zu regelmäßigen Inspektionen zur Sicherstellung von Leistung und Sicherheit.
Für die Anwender liegen die Vorteile klar auf der Hand: weniger ungeplante Maschinenstillstände, gleichbleibende Behandlungsqualität, schneller Zugriff auf Expertenwissen und optimierte Ersatzteilkosten. Gleichzeitig können sich die Produktionsmitarbeiter auf ihre Kernaufgaben konzentrieren, ohne sich um Wartungsfragen sorgen zu müssen.
Auch für den Hersteller ergeben sich Vorteile: Rückmeldungen aus dem täglichen Betrieb liefern wertvolle Hinweise zu häufig auftretenden Problemen und unterstützen die kontinuierliche Weiterentwicklung der Technologie. In einem zunehmend komplexen Produktionsumfeld tragen solche strukturierten Service- und Wartungskonzepte entscheidend dazu bei, Effizienz, Qualität und Wirtschaftlichkeit langfristig zu sichern.
Wie funktioniert eigentlich die Corona-Oberflächenbehandlung von Kunststofffolien?
Die Corona-Oberflächenbehandlung ist ein physikalisches Verfahren, das vor allem in der Kunststoffverarbeitung eingesetzt wird, um die Haftfähigkeit von Folien und anderen Kunststoffoberflächen zu verbessern. Typische Einsatzbereiche sind Druck- und Klebeanwendungen bei Verpackungen, Etiketten oder flexiblen Folien.
Funktionsprinzip:
Kunststofffolien wie Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) oder PET besitzen von Natur aus eine glatte, chemisch inerte Oberfläche, die schlecht nassbar ist. Bei der Corona-Behandlung wird die Folie durch eine Hochspannungsentladung (Corona-Entladung) geführt. Dabei entsteht ein Plasma aus ionisierten Luftmolekülen, das die Kunststoffoberfläche chemisch aktiviert.
Die Behandlung bewirkt, dass polare Gruppen wie Hydroxyl- oder Carbonylgruppen an der Oberfläche entstehen, wodurch die Oberflächenenergie steigt. Eine höhere Oberflächenenergie bedeutet, dass Farben, Lacke und Klebstoffe besser haften, ohne dass zusätzliche chemische Substanzen nötig sind.
Aufbau und Ablauf:
Eine typische Corona-Anlage besteht aus einer Hochspannungselektrode und einer Gegenelektrode, zwischen denen die Folie mit kontrollierter Geschwindigkeit vorbeigeführt wird. Die Ionisation der Luft erfolgt im Spalt zwischen Elektrode und Folie, wodurch die chemische Aktivierung der Oberfläche entsteht.
Vorteile:
Verbesserte Haftung von Druckfarben, Lacken und Klebstoffen
Inline-fähig im Produktionsprozess
Umweltfreundlich, da keine zusätzlichen Chemikalien erforderlich sind
Schnelle und gezielte Oberflächenaktivierung
Begrenzungen:
Wirkung beschränkt sich auf die oberste Folienoberfläche
Behandlung verliert bei längerer Lagerung oder Kontamination an Effektivität
Zu hohe Energie kann die Folie oberflächenmechanisch schädigen
Die Corona-Technologie ist damit ein etabliertes, effizientes Verfahren, um Kunststofffolien für weitere Verarbeitungsschritte vorzubereiten und die Qualität von Druck- und Klebeanwendungen nachhaltig zu sichern.