Cafés Méo setzt auf „Design for Recycling“-PE-Flowpacks von adapa
von Ansgar Wessendorf,
Café Méo’s Kaffeepad-Portfolio verpackt in adapa’s MonoFlow(re) E-type, einer PE-basierten “Designed for Recycling” Schlauchbeutelfolie
(Quelle: adapa)
Der europäische Verpackungsspezialist adapa und der französische Kaffeeröster Cafés Méo haben frühzeitig auf die kommenden regulatorischen Anforderungen der EU-Verpackungsverordnung PPWR reagiert. Seit Mitte 2025 kommen für ausgewählte Kaffeeprodukte sogenannte „Design for Recycling“-Flowpacks auf Polyethylenbasis zum Einsatz. Die Lösung erfüllt zentrale Anforderungen der geplanten Gesetzgebung für 2030 und gewährleistet zugleich den notwendigen Produktschutz für Kaffee.
Cafés Méo ist eine der Kernmarken der Unternehmensgruppe Méo-Fichaux, dem größten unabhängigen Kaffeeröster Frankreichs. Gemeinsam mit adapa ersetzt das Unternehmen schrittweise konventionelle Schlauchbeutel aus PET- und Aluminiumverbunden durch recyclingfähige Monomateriallösungen aus Polyethylen. Die Umstellung ist Teil einer langfristig angelegten Unternehmensstrategie, die ökologische Verantwortung und regulatorische Vorsorge miteinander verbindet.
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Als familiengeführtes Unternehmen verankert Méo-Fichaux das Thema Corporate Social Responsibility seit vielen Jahren in seinen Unternehmenswerten. Gleichzeitig wächst auf Verbraucherseite das Bewusstsein für die Umweltwirkungen von Verpackungen. Vor diesem Hintergrund verfolgte Cafés Méo das Ziel, eine recyclingfähige Verpackungslösung zu etablieren, ohne Abstriche bei Produktqualität, Haltbarkeit oder Verarbeitungssicherheit in Kauf zu nehmen. Die frühzeitige Implementierung ermöglichte zudem umfangreiche Tests und eine schrittweise Integration in bestehende Produktionsprozesse – ohne Zeitdruck durch regulatorische Fristen.
Strukturierte Umstellung auf recyclingfähige Verpackungen
adapa begleitet Kunden bei der Transformation hin zu recyclinggerechten Verpackungslösungen mit einem breiten Materialportfolio. Bereits heute bietet das Unternehmen für zahlreiche Anwendungen Verpackungen auf Basis von Polyethylen, Polypropylen oder Papier an, die den Kriterien des „Design for Recycling“ entsprechen.
Treiber hinter dem Erfolg des Projektes: Alice Roussaud (Cafés Méo), Benjamin Leviez (adapa), Pierre-François Henry (Cafés Méo), Augustin Caresmel (adapa) (Quelle: adapa)
„Gerade bei Produkten mit langen Mindesthaltbarkeitsdaten und komplexen Prozessanforderungen benötigt eine Umstellung ausreichend Vorlaufzeit“, erklärt Benjamin Leviez, Product Manager Frankreich bei adapa. „Durch die frühzeitige Zusammenarbeit lassen sich kurzfristige Anpassungen kurz vor Inkrafttreten der PPWR vermeiden. Unser Ansatz ist es, gemeinsam mit den Kunden tragfähige Verpackungslösungen für eine langfristige Perspektive zu entwickeln.“
Gemeinsame Entwicklung über mehrere Jahre
Die Entwicklung der neuen Verpackungslösung für Cafés Méo erstreckte sich über einen Zeitraum von rund fünf Jahren. In enger Zusammenarbeit testeten die Partner verschiedene Materialstrukturen und passten diese schrittweise an die spezifischen Anforderungen der Produktionslinien an. Zum Einsatz kommen Folien auf Basis von PE, MDO-PE und BOPE, teilweise aus eigener Extrusion von adapa.
Das technische Know-how von adapa in den Bereichen Materialentwicklung, Barriereeigenschaften und Maschinentechnik ermöglichte eine passgenaue Anpassung an die bestehenden Anlagen von Cafés Méo. Die Umstellung erforderte lediglich geringfügige Modifikationen an den Verpackungsmaschinen, ohne Einbußen bei Effizienz oder Prozessstabilität.
Alice Roussaud, Product Manager bei Cafés Méo und maßgeblich am Projekt beteiligt, ordnet die Einführung ein: „Unsere Pads sind die ersten Produkte, die bei Méo nach dem Prinzip ‚Design for Recycling‘ verpackt und bereits im Markt verfügbar sind. Damit positionieren wir uns bewusst als Innovationspartner innerhalb der Branche und setzen unsere Unternehmensphilosophie konsequent fort.“
Anforderungen an moderne Kaffeeverpackungen
Kaffee stellt hohe Anforderungen an Verpackungsmaterialien. Schutz vor Sauerstoff, Feuchtigkeit und Licht ist ebenso entscheidend wie mechanische Stabilität und hochwertige Bedruckbarkeit für den Point of Sale. Diese Eigenschaften wurden bislang überwiegend durch Multimaterialverbunde aus PET, Aluminium und PE erreicht, die jedoch kaum recyclingfähig sind.
Mit den Zielvorgaben der PPWR müssen solche Strukturen künftig durch Materialien ersetzt werden, die mit bestehenden Recyclingströmen kompatibel sind. Die neuen PE-basierten flexiblen Verpackungen von adapa bieten hierfür eine Alternative, die sowohl funktionale als auch regulatorische Anforderungen adressiert.
Langjährige Partnerschaft mit Blick auf 2030
Die Zusammenarbeit zwischen Cafés Méo und adapa besteht seit rund 30 Jahren und bildet die Grundlage für die aktuelle Umstellung. Für Cafés Méo ist die Einführung der PE-Flowpacks ein erster Schritt einer umfassenderen Transformation. Bis 2027 soll das gesamte Kaffeesortiment mit rund 50 Produkten auf recyclingfähige Verpackungen umgestellt werden.
Damit sieht sich das Unternehmen gut vorbereitet auf das Inkrafttreten der neuen europäischen Vorgaben und zugleich im Einklang mit den eigenen Nachhaltigkeitszielen sowie den Erwartungen der Verbraucher.