Sicherheits- und Verteidigungstechnologie

Heidelberger Druckmaschinen erweitert Geschäftsfeld

Sicherheits- und Verteidigungstechnologie: Heidelberger Druckmaschinen erweitert Geschäftsfeld
Vertreter des Verteidigungsministeriums und zuständige Bundestagsabgeordnete haben vor Kurzem Heidelberg am Standort Wiesloch-Walldorf besucht (von links): Orhan Bekyigit, Leiter Produktion Wiesloch, Prof. Dr. Lars Castellucci, MdB, Ralph Arns, Betriebsratsvorsitzender, Bettina Lugk, MdB, Xenia Rösch, Landtagskandidatin, Dr. Nils Schmid, Verteidigungsstaatssekretär, MdB, Jürgen Otto, CEO, Michael Wellenzohn, CEO von Heidelberg Technology und Nick Trabold, Leiter Service Operations & PMC (Quelle: Heidelberg)

Heidelberger Druckmaschinen (Heidelberg) stellt seine strategische Ausrichtung neu auf und legt künftig ein deutlich größeres Augenmerk auf den Sicherheits- und Verteidigungsbereich. Politische Signale aus Berlin und eine erweiterte Kreditlinie verschaffen dem Unternehmen die nötige finanzielle Basis, um neue Geschäftsfelder, insbesondere im Bereich der Drohnenabwehr, konsequent auszubauen.

Die Aufstockung der syndizierten Kreditlinie von 370 auf 436 Millionen Euro bis 2030 – mit Option auf Verlängerung bis 2031 – verdeutlicht das Vertrauen der Finanzpartner in die neue Strategie. Heidelberg kann sich damit von einem traditionellen Druckmaschinenbauer zu einem breit aufgestellten Technologiekonzern entwickeln, der neben E-Mobilität nun auch sicherheitsrelevante Technologien für Industrie und Infrastruktur anbietet.

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Ein Schlüsselprojekt ist die Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Unternehmen Ondas Autonomous Systems. Gemeinsam sollen Drohnenabwehrsysteme entwickelt werden, die kritische Anlagen wie Energieversorgungen und Industriekomplexe schützen. Diese Kooperation markiert den Einstieg in ein wachsendes Marktsegment, in dem technologische Expertise und schnelle Umsetzung entscheidend sind.

Politische Unterstützung erhielt das Unternehmen kürzlich durch den Besuch des Parlamentarischen Staatssekretärs im Verteidigungsministerium, Dr. Nils Schmid, der sich am Standort Wiesloch-Walldorf über die Aktivitäten im Segment „Advanced Industries“ informierte. Vorstandschef Jürgen Otto unterstrich die Bedeutung einer engen Abstimmung zwischen Industrie und Politik, um sowohl die Leistungsfähigkeit der Bundeswehr als auch die zivilen Sicherheitskapazitäten zu stärken.

Mit der Kombination aus politischer Rückendeckung, gesicherter Finanzierung und strategischer Kooperation positioniert sich Heidelberg Druckmaschinen nun als Technologieanbieter an der Schnittstelle von Industrie, Sicherheit und Verteidigung. Wie schnell sich diese Weichenstellungen in konkrete Aufträge umsetzen lassen, bleibt entscheidend für den Erfolg der neuen Ausrichtung.